Vom Zuschauer zum Hauptdarsteller: Die Dissoziation beenden

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Kennst du das? Mitten im Liebesspiel fängst du an, über die Einkaufsliste nachzudenken oder dich selbst „von oben“ zu betrachten. Wir nennen das „Spectatoring“ – man wird zum Zuschauer des eigenen Erlebens. Das passiert oft dann, wenn die Intensität zu hoch wird oder wenn wir Angst haben, nicht zu genügen.

Dissoziation ist ein Schutzmechanismus des Gehirns, um uns aus einer Situation zu nehmen, die sich gerade zu viel oder unsicher anfühlt. Aber sie schneidet uns auch vom Genuss ab. Um wieder „einzuziehen“, brauchen wir Brücken zurück in die Gegenwart.

Die Technik: Sensation Tracking (Empfindungs-Tracking) Wenn du merkst, dass du „wegdriftest“, beginne deine Empfindungen innerlich zu benennen.

Die Übung: Sprich (leise oder laut) nur über die reine körperliche Empfindung, ohne sie zu bewerten. „Ich spüre Wärme an meinem Rücken“, „Ich spüre den Druck der Decke auf meinen Füßen“, „Ich spüre ein Kribbeln in meiner linken Hand“. Indem du die Aufmerksamkeit auf die rohe körperliche Sensation lenkst, zwingst du dein Gehirn zurück in das „Hier und Jetzt“. Die Benennung der Sensation ist wie ein Anker, der dich zurück in dein Fleisch und Blut holt.

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