Zur Ekstase in 10 Schritten? Warum Checklisten im Bett scheitern

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Wir leben in einer Zeit der Selbstoptimierung. Es gibt für alles eine Anleitung: Bio-Hacking, Produktivitäts-Apps, 10 Schritte zum Erfolg. Es ist verlockend, dieses Denken auf die Sexualität zu übertragen. Wir suchen nach der „richtigen“ Technik oder dem „geheimen“ Knopf, um Ekstase zu garantieren.

Doch Ekstase ist kein Ziel, das man mit einer To-do-Liste erzwingt. Der Versuch, Sexualität über den Verstand zu kontrollieren, ist der sicherste Weg, sie zu verhindern. Ekstase ist ein Zustand der Hingabe, ein Moment, in dem das „Ich“ und das „Denken“ in den Hintergrund treten. Das passiert nicht durch Tun, sondern durch das Zulassen von dem, was bereits da ist.

In der Sexological Bodywork Praxis schauen wir uns deshalb nicht das „Wie komme ich dahin?“ an, sondern das „Was steht im Weg?“. Oft sind es Scham, Leistungsdruck oder alte Glaubenssätze, die wie eine Bremse wirken.

Die Technik: Das „Tönen“ (Vocalizing) Einer der größten Blockierer für Ekstase ist ein verspannter Kiefer. Physiologisch ist unser Kiefer eng mit dem Beckenboden verbunden. Wenn wir den Mund fest zusammenpressen (um „leise“ oder kontrolliert zu sein), schließt sich auch das Becken.

Die Übung: Versuche, bei jeder Ausatmung ein sanftes, tiefes Geräusch zu machen. Kein künstliches Stöhnen, sondern ein einfaches „Haaaa“ oder „Ooooh“. Die Vibration der Stimmbänder beruhigt das Nervensystem (Vagusnerv) und signalisiert dem Körper: Du bist sicher. Du darfst die Kontrolle ein Stück weit abgeben.

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