Dein Nervensystem als Regisseur der Lust

Latest Comments

Es sind keine Kommentare vorhanden.

Oft suchen wir die Gründe für sexuelle Schwierigkeiten in unserer Psychologie oder in der Partnerschaft. Dabei liegt die Antwort oft eine Etage tiefer: in unserem Nervensystem. Unser autonomes Nervensystem unterscheidet grob zwischen zwei Zuständen: Sicher (Parasympathikus) und Gefahr (Sympathikus/Freeze).

Sexualität und Lust sind Funktionen, die nur im Zustand der Sicherheit optimal gedeihen. Wenn wir gestresst sind, unter Zeitdruck stehen oder uns innerlich unwohl fühlen, schaltet das System auf Überlebensmodus. In diesem Modus wird die Durchblutung der Verdauungs- und Sexualorgane reduziert – der Körper bereitet sich auf Kampf oder Flucht vor, nicht auf Intimität. Wir können dann zwar „Sex haben“, aber wir spüren wenig.

Die Technik: Das „Resourcing“ (Sicherheits-Check) Bevor du in eine sexuelle Erfahrung gehst (allein oder zu zweit), nimm dir zwei Minuten für dein Nervensystem:

Der Ausatem-Fokus: Atme tief ein und deutlich länger aus (als würdest du durch einen Strohhalm pusten). Die lange Ausatmung aktiviert direkt den Vagusnerv, die „Bremse“ für Stress. Erst wenn dein Körper das Signal „Sicherheit“ empfängt, öffnet sich das Tor zur Lust.

Orientierung im Raum: Lass deinen Blick weich durch den Raum schweifen. Benenne innerlich drei Gegenstände, die du siehst. Das signalisiert dem Gehirn: „Hier lauert kein Tiger, ich bin sicher.“

CATEGORIES:

Kategorie 3

No responses yet

Schreibe einen Kommentar