Scham: Der ungebetene Gast im Schlafzimmer

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Scham ist eine der stärksten Bremsen unserer Sexualität. Sie flüstert uns ein, dass wir „falsch“ sind, dass unser Körper nicht den Normen entspricht oder dass unsere Fantasien „schmutzig“ seien. Das Tückische an Scham ist, dass sie uns zum Schweigen bringt und uns isoliert.

In der sexologischen Körperarbeit betrachten wir Scham nicht als psychologischen Fehler, sondern als eine Form von körperlicher Erstarrung. Scham macht uns klein, lässt uns den Blick senken und den Atem anhalten. Der Weg aus der Scham führt über die Bewegung und die radikale Annahme dessen, was gerade ist.

Die Technik: Das „Schütteln“ (Shaking) Scham ist eine gebundene Energie. Wenn du merkst, dass Schamgefühle aufsteigen (vielleicht schon bei dem Gedanken an eine Sitzung oder eine neue Praktik), versuche sie „abzuschütteln“.

Die Übung: Stell dich fest auf beide Beine und beginne, deine Knie sanft federn zu lassen. Lass das Schütteln durch den ganzen Körper wandern – die Hüften, die Schultern, die Hände. Das Schütteln lockert die muskuläre Erstarrung, die mit Scham einhergeht. Es bringt das Nervensystem zurück in die Bewegung. Scham kann in einem lebendigen, bewegten Körper nur schwer bestehen.

Noch ein Hinweis – die großartige Brené Brown hat mehrere TED-Talks zum Thema Scham und insbesondere zur Durchbrechung von Scham gemacht – einfach mal in der Suchmaschine suchen. 🙂

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